Mediabird auf erster Poken-Party Deutschlands, #meetnpoke

Der Ninja-Poken

Ein Poken im Ninja-Kostüm. Es gibt bereits 15 verschiedene Designs. Sind die Designs eine Art Sternzeichen?
Bild von Fabian Gebert.

Gestern waren Fabian und ich auf der von Books on Demand ausgerichteten ersten Pokenparty Deutschland, meet'n poke.

Begleitet wurde die Veranstaltung von qweqwe und 13. Stock. Oliver Berger vom 13. Stock führte das zahlreiche Publikum charmant durch den Abend, unter anderem mit einer Verlosung von Büchern.

Was ist ein Poken?

Poken heißt soviel wie "knuffen" oder auch "anstubsen". In manchen Web-Communities kan man andere poken (facebook) oder gruscheln (studiVZ), ähnlich exisitert auch in Flirtcommunities unter einschlägigeren Bezeichnungen.

Der Begriff leitet sich aber auch vom Token, dem Anhänger ab.

Allmählich wird der Poken nun salonfähig und im 13.Stock über Hamburg in der Bar Rossi konnte gepoket und gefeiert werden. Es ist ein sympathisches, kleines real-life Tool mit dem ich Kontaktdaten austauschen kann - eine digitale Visitenkarten sozusagen.

Per USB kann man den Poken am Rechner füttern und dann auf einer Party, in der Bahn oder im Flugzeug einfach durch kurzes aneinanderhalten den Kontakt merken. Sehr gut, wie ich finde. Es unterbleibt also in Zukunft

  1. das Visitenkarten-Austauschen (und späteres Abschreiben)
  2. das Handy-Blue-Tooth-Einstellen
  3. Auf-Zetteln-notieren-die-verloren-gehen

Neue Kontakte individuell knüpfen

Steckt man den Poken nach Sammlung von maximal 64 Kontakten in seinen Rechner, kann man auch noch nachträglich entscheiden, was man den neuen Kontakten alles offenbaren möchte: man kann als Privatperson oder geschäftlich in Kontakt treten. Auch "vergessen" kann man später noch - das Analogon zum Wegschmeißen einer Visitenkarte.

Gehört habe ich davon erstmal in einem Post auf dem Blog von re:publica.

Eigentlich sind Poken auch eine Art Vorreiter des Internet of Things (bzw. Persons). Jeder hat seine ihn identifizerenden Daten parat und kann sie mit anderen Teilen. Im real life geschlossene Interaktionen mit anderen lassen sich so nahtloser denn je im Web fortführen.

Eine gelungene Idee, die sympathisch ist wie die Tamagotchis vor ein paar Jahren - aber eben zudem nützlich! Durch verschiedene Designs könnten sich die Pokens noch zu eine richtigen, kleinen Style-Accessoire mausern. Über indivduelle Varianten in metallic und ggf. mit Gravur wurde bisher ausgibig diskutiert.

Weiteres vom #meetnpoke Event

Neben den Poken gab eine Twitter-Wall, es wurde aufgelegt und eine Buchverlosung für gewitterte Rezensionen wurde veranstaltet und natürlich eine Menge interessanter Gespräche, die sich Dank der Pokens nun leichter fortsetzen lassen! Dank an die Ausrichtenden für ein wirklich innovatives Party-Format mit Zukunft!

Frank Wolf

2009/05/29 17:00

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