Microsoft OneNote 2007 im Test
Ich habe mir in den letzten Tagen Microsoft OneNote 2007 angeschaut, ein Tool,
um Notizen anzulegen und zu verwalten.
Hauptansicht des Tools ist folgerichtig ein Notizblock, auf dem sich per
Doppelklick an einer beliebigen Stelle Notizen anlegen lassen. Dabei lassen sich
die Notizen mit Grafiken und Zeichnungen anreichern und die Ergebnisse
beispielsweise als PDF-Datei exportieren.
Positiv aufgefallen ist mir, dass sich Dokumente gleichzeitig online bearbeiten
lassen. Dies funktioniert nicht über einen Webbrowser, sondern direkt in OneNote
übers Internet. Dabei müssen alle Partner OneNote installiert haben, was ein
Nachteil darstellt, da so alle Lernpartner zunächst von dem Tool überzeugt und
zum Kauf angeregt werden müssen, um die Software im Gruppenszenario zu
verwenden.
Zu Absätzen und Stichpunkten in den eigenen Notizen lassen sich Tags hinzufügen. Das sind zum Beispiel Erinnerungsmarken, Fragen, Aufgaben und ein recht unübersichtliches Sammelsorium von etwa 40 weiteren Anhängern, die sich virtuell mit den Notizen verknüpfen lassen. Die Verknüpfung selbst wird mit einem Symbol in den Notizen dargestellt.
Die Tags lassen sich dann in einer gleichzeitig anwählbaren Liste anschauen. Leider lässt sich dabei an Fragen keine Antwort oder Diskussion anknüpfen, sondern lediglich die Stelle in den Notizen aufzeigen.
Eine Wiederholungsfunktion mit einem Karteikasten oder ähnlicher Funktion habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Auch werden die Notizen unübersichtlich, da ihr Umfang unbegrenzt und das Layout komplett flexibel sind. Google Docs fährt hier einen moderateren Ansatz.
Schön an OneNote ist natürlich die Tatsache, dass es einen Offline-Modus gibt, in dem auch ohne UMTS oder WLAN gearbeitet werden kann und später dann die Notizen mit dem Netz synchronisiert werden können. Gut ist auch der PDF-Export. Schade ist allerdings, dass die Software nicht in einem Browser läuft und separat installiert werden muss. Der Feature-Umfang ist wie so oft bei Microsoft viel zu unübersichtlich und das Paket lässt sich nur unter Windows installieren. Natürlich wird dazu eine Lizenz benötigt, die auch noch aktiviert werden muss.

