Vom XING-Netzwerktag auf dem FA-Kongress in Hamburg

Muss E-Learning aus einem bestimmten Anlass seinen Einsatz finden? Ist diese Lernform stets eine gezielte Fördermaßnahme zur Personalentwicklung? Diese Frage stellten wir der vielfältigen Diskussionsrunde im Rahmen des XING-Netzwerk-Tages am vergangenen Donnerstag. Vorangegangen war ein Austausch zu Content-Produktion und die Gestaltung von Schulungen.

Auf dem Fernausbildungskongress der Bundeswehr an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg hatten sich etwa 40 Teilnehmende von Anwender- und Anbieter-Seite des E-Learning-Bereichs zusammengefunden. Ihr Ziel: offline neue Kontakte aus dem XING-Netzwerk knüpfen und dann möglichst online fortsetzen – und umgekehrt. In der Gesprächsrunde sollte es in Fortsetzung einer intelligent strukturierten Podiumsdiskussion darum gehen, wann die Methode des E-Learning, also Lernen mit Einsatz neuer Medien, nutzbringend einsetzbar ist.

Das Lernen mit neuen Medien werde immer noch zu sehr nach der Einschätzung der Personalverantwortlichen ausgerichtet – so eine Antwort auf obige Frage. Das führe zu geringerer Motivation der Lernenden. Serious Gaming sei hier eine Möglichkeit, für mehr Motivation seitens der Mitarbeiter zu sorgen, so ein weiterer Teilnehmer der Runde. Es handelt sich beim Game Based Learning um einen Ansatz, bei dem sich Lernende mit den Inhalten spielerisch auseinandersetzen.

Spannend fanden wir vor allem die Aussage, dass E-Learning nicht bloß die Folge einer Weiterbildungsmaßnahme sein muss. Vielmehr könnten sich gerade die neuen Lern-Technologien (oft unter E-Learning 2.0 akkumuliert) viel einfacher in bestehende Geschäftsprozesse integrieren, als dies manche bestehende Learning Management Systeme (LMS) ermöglichen. So könnten beispielsweise Experten ihr Wissen in Form von Notizen oder Dokumenten an weniger erfahrene Mitarbeiter weitergeben. Wichtig sei es vor allem, den Trainees und Mitarbeitern eine Möglichkeit zum Feedback an den Experten zu geben, um so im Dialog zu bleiben. Schafft die Software es zudem, die Diskussionsergebnisse nachhaltig in die E-Learning-Welt der Institution zu integrieren, kann dies ein sehr spannender Ansatz sein.

Gedankt sei an dieser Stelle der hervorragenden Moderation von Frank Siepmann, dem Herausgeber des E-Learning-Journals. Ebenfalls dankend erwähnt sei Ruth Pinto, Gruppen-Moderatorin der XING-Gruppe “Fortbildung, Weiterbildung, Ausbildung”, in deren Rahmen das Ereignis angepriesen wurde. Wir freuen uns auf weitere, ebenso spannende und bereichernde XING-Netzwerktage!

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