Neuigkeiten: Technology

Fabian Gebert

2010/03/06 18:22

Technology

Mediabird Szenario: Support von Traineeship

Bei der Einarbeitung in Themen entstehen im Unternehmen wertvolle Wissensbausteine. Meist geraten diese schnell in Vergessenheit. Nur selten werden sie an andere Personen weitergegeben. Dies liegt oft daran, dass die Ergebnisse der eigenen Lernprozesse kaum dokumentiert werden. Ein Grund hierfür ist der erhöhte Aufwand der Dokumentation. Der Aufwand, etwas kurz zusammenzufassen oder die bei der Erarbeitung aufgetretenen Fragen festzuhalten, wird oftmals höher eingeschätzt als der Aufwand für andere oder einen selbst, sich zu einem anderen Zeitpunkt in das Thema einzuarbeiten.

Neues Feature: Feedback lässt sich direkt am Rand mit den Inhalten verknüpfen

Neues Feature: Feedback am Rand vermerken

Mediabird bietet eine Technologie, welche parallel zur zweckgebundenen Recherche von Fakten (wie beim Micro Learning) das Festhalten der eigenen Gedanken erlaubt, die bei der Auseinandersetzung mit den Inhalten entstehen. Dies kann zum Beispiel eine Frage sein, die beim Lesen einer PDF-Datei aufgetreten ist. Oder ein Verweis auf eine Definition eines gerade nachgeschlagenen Begriffes.

Wenn beispielsweise ein Trainee von seiner Mentorin ein Dokument zur Einarbeitung erhält, lassen sich Fragen direkt an die betreffenden Stellen im Dokument anheften. Die Mentorin kann diese sehen und direkt reagieren. Die Antwort wird ebenfalls an der betreffenden Stelle verlinkt, sodass, wenn eine ähnliche Frage erneut auftritt, die Lösung viel direkter gefunden werden kann. Dies kann beispielsweise für andere Trainees zu einem anderen Zeitpunkt von Nutzen sein.

Intuitiv erfolgt die Dokumentation des eigenen Recherche- oder Kursfortschritts auf einer neben den Inhalten sichtbaren Randspalte. Das klassische Analogon ist hier der Textrand auf dem College-Block.

Wesentlich ist bei der Mediabird-Technologie die Trennung zwischen den Inhalten und den eigenen Vermerken und Verweisen. Anstatt Fragen und Definitionen im Text zu verankern, wird eine Verknüpfung zwischen dem Inhalt und den zugehörigen Fragen oder Verweisen hergestellt. So lassen sich vielseitige Reports erstellen, welche alle Fragen zu einem Dokument auflisten, oder die Dokumente auffinden, welche für eine Fragestellung relevant sind.

Mediabird aggregiert also durch den Nutzer hinterlegte Meta-Daten (wie Fragen oder Anmerkungen) und speichert diese nachhaltig und stellt sie bei Bedarf zur Verfügung.

Die Abgrenzung von Mediabird gegenüber den Technologien Wiki und Forum ist dabei die Folgende:

  • Ein Wiki konzentriert sich auf die Speicherung von Inhalten. Fragen und Anmerkungen lassen sich nur direkt in den Text eingeben, stehen dann aber nicht separat zur Verfügung. Mediabird hingegen erlaubt das Editieren von Dokumenten wie im Wiki, aber zusätzlich die Verknüpfung einzelner Textbausteine oder ganzer Absätze mit Fragen, Diskussionen oder Feedback.
  • Ein Forum hingegen verlangt von den Fragestellenden, zu seiner Frage auch den inhaltlichen Kontext zu erläutern. Bei Mediabird wird durch die Verknüpfung mit einem Dokument oder eigenen Aufzeichnungen sofort klar, woher die Frage rührt. Auch lässt sich die Frage direkter formulieren und es werden weniger Erläuterungen benötigt als im Forum.

Fabian Gebert

2009/05/24 14:50

Technology

Microsoft OneNote 2007 im Test

Microsoft OneNote 2007 Features

Ich habe mir in den letzten Tagen Microsoft OneNote 2007 angeschaut, ein Tool, um Notizen anzulegen und zu verwalten.

Hauptansicht des Tools ist folgerichtig ein Notizblock, auf dem sich per Doppelklick an einer beliebigen Stelle Notizen anlegen lassen. Dabei lassen sich die Notizen mit Grafiken und Zeichnungen anreichern und die Ergebnisse beispielsweise als PDF-Datei exportieren.

Positiv aufgefallen ist mir, dass sich Dokumente gleichzeitig online bearbeiten lassen. Dies funktioniert nicht über einen Webbrowser, sondern direkt in OneNote übers Internet. Dabei müssen alle Partner OneNote installiert haben, was ein Nachteil darstellt, da so alle Lernpartner zunächst von dem Tool überzeugt und zum Kauf angeregt werden müssen, um die Software im Gruppenszenario zu verwenden.

Zu Absätzen und Stichpunkten in den eigenen Notizen lassen sich Tags hinzufügen. Das sind zum Beispiel Erinnerungsmarken, Fragen, Aufgaben und ein recht unübersichtliches Sammelsorium von etwa 40 weiteren Anhängern, die sich virtuell mit den Notizen verknüpfen lassen. Die Verknüpfung selbst wird mit einem Symbol in den Notizen dargestellt.

Die Tags lassen sich dann in einer gleichzeitig anwählbaren Liste anschauen. Leider lässt sich dabei an Fragen keine Antwort oder Diskussion anknüpfen, sondern lediglich die Stelle in den Notizen aufzeigen.

Eine Wiederholungsfunktion mit einem Karteikasten oder ähnlicher Funktion habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Auch werden die Notizen unübersichtlich, da ihr Umfang unbegrenzt und das Layout komplett flexibel sind. Google Docs fährt hier einen moderateren Ansatz.

Schön an OneNote ist natürlich die Tatsache, dass es einen Offline-Modus gibt, in dem auch ohne UMTS oder WLAN gearbeitet werden kann und später dann die Notizen mit dem Netz synchronisiert werden können. Gut ist auch der PDF-Export. Schade ist allerdings, dass die Software nicht in einem Browser läuft und separat installiert werden muss. Der Feature-Umfang ist wie so oft bei Microsoft viel zu unübersichtlich und das Paket lässt sich nur unter Windows installieren. Natürlich wird dazu eine Lizenz benötigt, die auch noch aktiviert werden muss.

Fabian Gebert

2009/05/07 17:11

Technology

E-Learning betreut und nicht bereut

Wir alle kennen aus dem Studium oder der Schule die Präsenzsituation: Hat man eine Frage, lässt sich stets jemand finden, der diese beantwortet: Mitschüler, Kommilitonen oder Lehrer und Dozenten. Doch wie verträgt sich das mit E-Learning? Wie kann ich ortsunabhängig lernen und doch gemeinsam?

Eine kurze Einführung in das Prinzip der Moderation liefert der Animations-Podcast von Jasmin Hamadeh im Player rechts. Das Video ist in Zusammenarbeit mit dem Multimedia-Kontor Hamburg entstanden.

Ich bin der Auffassung, dass vor allem der kollaborative Aspekt des im Video erläuterten Konzepts des Blended Learning nicht unterschätzt werden sollte. Dies wird bereits erfolgreich im Bereich der Grundschulen und Unternehmen praktiziert.

Fabian Gebert

2009/05/07 10:22

Technology

Wo ist der Unterschied zwischen Mediabird und einem Wiki?

Da uns wiederholt die Frage gestellt wurde, wo der Unterschied zwischen einem Wiki und dem Mediabird-Notizblock besteht, hier nun eine Antwort dazu:

Mediabird ist eine Art persönliches Wiki, dass ich einer kleinen Lerngruppe freigeben kann.

Der wichtige Vorteil von Mediabird besteht darin, dass man mit einem Textmarker einen Teil der Notizen markieren kann und dann direkt an die Markierung Fragen einfügen kann. Die Lernpartner können diese direkt im Kontext der Notizen sehen und beantworten. Hat man dann gemeinsam über das Semester Fragen und Antworten gesammelt, lassen sich diese im Karteikasten wiederholen.

Das ist bereits ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Wiki. Hinzu kommt, dass kein Wiki-Syntax verwendet wird, sondern die Bearbeitung in einem vollwertigen Editor erfolgt, welcher gerade weniger versierten Nutzern das Arbeiten erleichtert.

Zu guter Letzt gibt es bei Mediabird keine Endlostexte. Die Notizzettel haben eine beschränkte Länge, damit man die Inhalte besser aufnehmen kann und schneller Erfolgserlebnisse hat, als wenn man zum Beispiel einen Wiki-Artikel wie den über die Geschichte Polens durcharbeitet.

Tatsächlich ist ein Wiki eine gute Arbeitsgrundlage für den Mediabird-Notizblock. Man kann auf mehreren Wiki-Artikeln Notizen sammeln und dann später nachbereiten. Dabei bleiben die Notizen stets persönlich oder im Kleingruppenkontext.

Beantwortet das die Frage?

Fabian Gebert

2009/01/15 10:48

Technology

Trends im E-Learning: Eigenverantwortliches Lernen

Team building and climbingBild aufgenommen von jurvetson. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir nach der 7. Klasse einen neuen Mathe-Lehrer bekamen und auf einmal die abstrakte Rechnerei alle besser verstanden. Unser alter Lehrer hatte nur vorne gestanden und doziert, sodass die meisten abschalteten oder sich mit anderen Dingen beschäftigten. Der neue Lehrer aber teilte uns in Gruppen ein und ließ uns ein Architektur-Projekt durchführen. Wir sollten ein Haus designen und seine Kosten kalkulieren. Für 8.-Klässler eine interessante Aufgabe, wir waren begeistert und investierten viel Zeit in unser Projekt.

Beim E-Learning fehlen diese proaktiven Impulse vielerorts. Wir diskutieren in der E-Learning-Community seit Jahren über konstruktivistische Lernansätze, doch schaffen es nur selten, diese auch umzusetzen.

Wieso lassen es nur die wenigsten Lernplattformen zu, dass die Nutzer selbstständig ihren Lernerfolg in Form von Lerneinheiten dokumentieren und veröffentlichen? Meist ist die Angst da, es könne nicht verifizierter Inhalt für bare Münze genommen werden. Dieses Gefahr mag bestehen, doch überwiegen bei weitem die Vorteile des eigenverantwortlichen Lernens.

In der wirtschaft+weiterbildung Ausgabe 1/2009 äußert sich die Leiterin des Swiss Centre for Innovations in Learning (Scil) Professor Dr. Sabine Seufert zum Thema E-Learning und Web2.0-Technologien. Ihrer Meinung nach brauche die Wirtschaft „heute mehr denn je dieses 'neue Lernen'.“ Dabei soll den Mitarbeitern ermöglicht werden, sich „eigeninitiativ und dynamisch“ weiterzuentwickeln (S. 34).

Web2.0-Technologien ermöglichen gerade das so wichtige selbstorganisierte Lernen, bei dem sich Lernende in einem losen Verbund organisieren und gemeinsam über die Themen diskutieren. Ansätze zeigen hier partizipative Aspekte wie die Angebote www.grockit.com und www.mediabird.net. Dabei steht im Vordergrund, dass die Nutzer selbst aktiv werden und ihr Wissen selbst organisieren, ähnlich wie bei Wikipedia die Inhalte von der Community erschaffen werden.

Konstruktivistische Lernansätze ermöglichen auch eine Bottom-Up-Kommunikation von den Lernenden zurück zu den Dozenten und Verantwortlichen. Diese erhalten aufgrund der Selbststeuerung des Lernens wertvolles Feedback zu Schwächen und Stärken der Lernenden und können das Kursangebot entsprechend gemeinsam mit den Teilnehmern optimieren.

Insgesamt bleibt zu hoffen, dass verstärkt auf Web2.0-Ansätze gesetzt wird, um Studierenden und Mitarbeitern zu ermöglichen, ihrer Bildung und Fortbildung mit höherer Motivation und stärkerer Eigenverantwortung zu begegnen.

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