Fabian Gebert
2009/07/24 19:49
Neuigkeiten
Wir haben soeben die Buchungsbestätigung erhalten: Wir sind bei der GMW 09 dabei.
Wahrscheinlich werden wir auch noch unser Projekt im Rahmen des Thementisches des Buchprojekts "Offene Bildungsinitiativen: Fallbeispiele, Erfahrungen und Zukunftsszenarien" des imb Augsburg vorstellen. Wir freuen uns auf zahlreiche interessierte Diskussionspartner!
Bei uns geht es derweilen intensiv weiter, dank der Community gibt es unsere Moodle-Erweiterung nun auch auf Spanisch. Hebräisch und Ungarisch sind in Vorbereitung.
Wie in unserem Konzept-Papier zur PDF-Integration vorgestellt, haben wir bereits grundlegend die Unterstützung von PDF-Dateien eingebaut. Es lassen sich nun PDF-Files importieren und direkt mit dem Textmarker highlighten und auf Basis der Markierungen wie gewohnt die Inhalte wiederholen. Wer uns noch Feedback geben möchte, kann uns gerne einfach mailen.
Fabian Gebert
2009/07/15 15:04
Neuigkeiten
Ein Zwischenbericht zum Sommeranfang
Der Mediabird-Infostand im Mai 2009 an der Universität Hamburg.
Im Februar waren wir
im Rahmen unserer D-ELINA-Nominierung
auf der Learntec 2009, im April mit eigener Session
auf dem EduCamp in Ilmenau.
Nun haben wir Sommeranfang und es ist Zeit für ein Update. Vier Monate
sind viel in der Welt der Lernlösungen mit Web2.0-Touch. Insbesondere
in der Entwicklung.
Unser Notizblock-System Mediabird ist auf der Learntec gut
aufgenommen worden. Unternehmen, Hochschulen und Schulen suchen viel
nach Möglichkeiten, den Lernenden in den elektronischen Lernumgebungen
selbstständiges und kooperatives Arbeiten zu ermöglichen. Vor diesem
Hintergrund wird das System nun auch bereits an der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften
und vielleicht auch bald am Universitäts-Klinikum Eppendorf
eingesetzt.
Eine Info-Sektion für Lehrende
Allerdings mussten wir auch sehen, dass es oftmals nicht reicht, Web2.0-Tools zu entwickeln:
sie müssen auch promotet werden. Denn so technik-affin die meisten
Nutzer heute auch sind, die meisten Tools werden erst auf Empfehlung
durch Bekannte und Freunde benutzt. Wir haben die Erfahrung gemacht,
dass zwar einige Trendsetter aus der englischsprachigen
Moodle-Community intensiv unser System unter die Lupe genommen haben
und unsere Entwicklung durch ihr Feedback beschleunigt haben. Doch
Gespräche mit Dozierenden und Lehrenden an Schulen haben uns gezeigt:
Unser System kann erst dann richtig eingesetzt werden, wenn die
Lernenden einmal durch eine Lehrkraft an das System herangeführt worden
sind.
Dazu haben wir nun auf unserer Homepage eine spezielle Sektion
eingerichtet, auf der Lehrende sich informieren können, wie sich
Mediabird in ihren Lehralltag integrieren lässt. Um dann letztlich
durch die Lernenden langfristig eigenständig eingesetzt zu werden.
Jean-Pol Martin hat zu seinem Lehransatz Lernen durch Lehren
einmal gesagt, man müsse die in seinem Lehrkonzept vorgesehene
Demokratie unter den Lernenden "diktatorisch einführen". In einer
abgeschwächten Form ließe sich dies auch allgemein auf für
Web2.0-Technologien in der Lehre ausweiten
Wie integriere ich Mediabird in unsere Lernumgebung?
Derzeit unterstützen wir mit Moodle, CommSy und einer
PHP-Schnittstelle bereits viele Lernumgebungen, doch gerade im
kommerziellen Bereich gibt es oft spezielle Interessen. Wir planen
diesbezüglich in den kommenden Wochen eine Neuaufstellung (mehr können
wir dazu momentan leider nicht sagen). Bis dahin freuen wir uns sehr
über weiteres Feedback, Fragen und Anregungen
zu unserem Angebot.
Fabian Gebert
2009/06/23 12:56
Neuigkeiten
Auf der life-Community des Fachbereichs EPB (Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft) gibt es einen News-Beitrag über die EduCommSy-Integration von Mediabird.
Wer erfahren will, wie man im EduCommSy-System der Uni Hamburg unkompliziert und gemeinsam Notizen bearbeiten kann, sollte sich das Posting durchlesen!
Fabian Gebert
2009/06/13 14:04
Neuigkeiten

Die Arbeit in Lerngruppen lässt sich mit Mediabird ergänzen: Außerhalb der Sitzungen Fragen stellen ist so kein Problem mehr.
Bild von ubclibrary.
Einmal wöchentlich treffe ich mich mit meinen Kommilitonen Anna und
Philipp, mit denen ich dieses Semester "E-Business" höre. Wenn wir uns
treffen bereiten wir die Vorlesung nach und besprechen mögliche
Klausuraufgaben. Zum nächsten Treffen fasst dann einer von uns die
Ergebnisse zusammen. Meist geht jeder für sich seine Aufzeichnungen
durch und notiert sich Fragen.
Seit drei Wochen machen wir unsere
Notizen nun mit Mediabird. Anstatt die Notizen per Email rumzuschicken,
haben wir eine Notizmappe in Mediabird angelegt und fügen die
Zusammenfassungen direkt dort ein. Wer noch was ergänzen will, kann das
direkt online tun ohne es wieder rumschicken und zusammenfügen zu
müssen. Kommentare lassen sich auch einfügen.
Vor allem aber nutzen
wir die "Frage stellen"-Funktion. Letztens hat Anna beispielsweise eine
Frage zu der Zusammenfassung der "Predator-Strategie" von Philipp
eingefügt. Die von Philipp eingegebene Antwort war direkt mit dem
Inhalt verknüpft und so konnte auch ich von der Frage profitieren, denn
die Antwort bleibt gespeichert.
Natürlich treffen wir uns weiterhin
einmal die Woche in der Uni, doch es lässt sich einfacher auf die
Sitzungen vorbereiten. Philipp hat angeregt, dass wir uns vor jedem
Treffen die Fragen der anderen durchsehen und so besser wissen, was wir
gemeinsam besprechen müssen. Anna hat eh immer einen Laptop dabei und
gibt dann die gemeinsam gefundenen Antworten direkt bei Mediabird ein.
Spannend
wird nun die Klausurvorbereitung. Denn dort lassen sich mit Mediabird
und einem Mausklick die übers Semester entstandenen Frage-Antwort-Paare
in einem Karteikasten wiederholen. Auch dort ist praktisch: Wem noch
eine Frage einfällt, der gibt sie direkt ein und alle aus unserem
Dreier-Team profitieren davon.
Update: Auf Rückfrage habe ich dazu gleich ein Tutorial
geschrieben.
Fabian Gebert
2009/06/09 20:40
Neuigkeiten
Kommentar zum Vortrag von Gabi Reinmann an der Universität Hamburg
Beim Assessment werden die Probanden unter die Lupe genommen. Doch die Vorauswahl erfolgt anhand Studiennoten.
Bild von laverrue.
Ich bin soeben von einem sehr spannenden Vortrag von Prof. Dr. Gabi Reinmann von der Universität Augsburg wiedergekommen, welcher an der Hamburger Universität im Fachbereich Erziehungswissenschaften stattgefunden hat. Thematisch spricht Frau Reinmann mit "Forschendes Lernen und wissenschaftliches Prüfen" ein im Rahmen des Bologna-Prozesses wieder zu Tage getretenes Diskussionsthema an. Die Frage ist, wie stark innovative didaktische Ansätze in Hochschulen gewagt werden sollten und inwiefern es gilt, konträren Tendenzen aus der Wirtschaft und Politik zu begegnen.
Anders ausgedrückt: Sollten wir in der universitären Lehre zum Beispiel weniger auf gute Noten hinarbeiten und damit vermeintlich gute Arbeitsmarktchancen, sondern mehr auf die Entwicklung von Kompetenzen schauen?
Der Vortrag beginnt zunächst mit einem historischen Vergleich mit dem Manifest des ZHM zum Thema, verfasst vor knapp 40 Jahren. Es handelt sich um eine Analyse des Bereichs der Hochschulentwicklung. Im Papier ist aus heutiger Sicht sowohl Sprengstoff zu lesen als auch Ideen, welche bis heute noch nicht umgesetzt wurden.
Weitere Details befinden sich auf dem e-Denkarium, der Homepage von Frau Reinmann. Daher will ich hier nicht weiter darauf eingehen, sondern noch zwei Punkte etwas genauer diskutieren.
Ergänzungen zur Diskussion nach dem Vortrag
In der dem Vortrag folgenden Diskussion wurde die These vorgetragen, die Assessment-Center der Wirtschaft seien von der Hochschule unabhängig und daher würden eh alle Studierenden erneut getestet, was eine Benotung seitens der Universität obsolet mache. Dies ist nur begrenzt richtig. Zum einen werden bei weitem nicht alle Akademiker mit einem Assessment-Center getestet und zum anderen erfolgt beim Assessment die Vorauswahl bereits über die Noten. Wer also ohnehin gute Noten hat, wird getestet.
Ich glaube, dass Benotung vor allem deshalb so etabliert ist, weil sie die Studierenden ohne wesentlichen Arbeitseinsatz motiviert. Studierende lernen vor allem aus Angst vor dem Nicht-Bestehen der Prüfung. Diese Form der Motivation ist deutlich leichter zu etablieren, als eine elaboriertere Form der Motivation (wie beispielsweise eine Motivation über spannende Inhalte oder studienbegleitende Forschungsarbeit).
Wenn wir es also schaffen, Studierende (und auch Lernende an Schulen) anders als mit der Notenkeule zu motivieren, ist es möglich, die Notengebung deutlich zu reduzieren.
Ein wichtigen weiteren Diskussionspunkt bildete die subtile Ökonomisierung des universitären Alltags. Wer dies kritisiert muss wie in der Diskussion herausgestellt sehen, dass Forderungen wie Verkürzung der Studienzeit, mehr Praxisausrichtung und Fokussierung der Lehrpläne auf wirtschaftlich relevante Aspekte vor allem eine Folge der gesellschaftlichen Prozesse der letzten Jahre sind. Somit handelt es sich bei diesem Aspekt der Bologna-Reformen nicht um ein politisch indoktriniertes Konstrukt, sondern um eine logische Konsequenz der Einstellung der Gesellschaft gegenüber dem Bildungsbegriff.
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