Neuigkeiten: Neuigkeiten

Frank Wolf

2009/05/29 17:00

Neuigkeiten

Mediabird auf erster Poken-Party Deutschlands, #meetnpoke

Der Ninja-Poken

Ein Poken im Ninja-Kostüm. Es gibt bereits 15 verschiedene Designs. Sind die Designs eine Art Sternzeichen?
Bild von Fabian Gebert.

Gestern waren Fabian und ich auf der von Books on Demand ausgerichteten ersten Pokenparty Deutschland, meet'n poke.

Begleitet wurde die Veranstaltung von qweqwe und 13. Stock. Oliver Berger vom 13. Stock führte das zahlreiche Publikum charmant durch den Abend, unter anderem mit einer Verlosung von Büchern.

Was ist ein Poken?

Poken heißt soviel wie "knuffen" oder auch "anstubsen". In manchen Web-Communities kan man andere poken (facebook) oder gruscheln (studiVZ), ähnlich exisitert auch in Flirtcommunities unter einschlägigeren Bezeichnungen.

Der Begriff leitet sich aber auch vom Token, dem Anhänger ab.

Allmählich wird der Poken nun salonfähig und im 13.Stock über Hamburg in der Bar Rossi konnte gepoket und gefeiert werden. Es ist ein sympathisches, kleines real-life Tool mit dem ich Kontaktdaten austauschen kann - eine digitale Visitenkarten sozusagen.

Per USB kann man den Poken am Rechner füttern und dann auf einer Party, in der Bahn oder im Flugzeug einfach durch kurzes aneinanderhalten den Kontakt merken. Sehr gut, wie ich finde. Es unterbleibt also in Zukunft

  1. das Visitenkarten-Austauschen (und späteres Abschreiben)
  2. das Handy-Blue-Tooth-Einstellen
  3. Auf-Zetteln-notieren-die-verloren-gehen

Neue Kontakte individuell knüpfen

Steckt man den Poken nach Sammlung von maximal 64 Kontakten in seinen Rechner, kann man auch noch nachträglich entscheiden, was man den neuen Kontakten alles offenbaren möchte: man kann als Privatperson oder geschäftlich in Kontakt treten. Auch "vergessen" kann man später noch - das Analogon zum Wegschmeißen einer Visitenkarte.

Gehört habe ich davon erstmal in einem Post auf dem Blog von re:publica.

Eigentlich sind Poken auch eine Art Vorreiter des Internet of Things (bzw. Persons). Jeder hat seine ihn identifizerenden Daten parat und kann sie mit anderen Teilen. Im real life geschlossene Interaktionen mit anderen lassen sich so nahtloser denn je im Web fortführen.

Eine gelungene Idee, die sympathisch ist wie die Tamagotchis vor ein paar Jahren - aber eben zudem nützlich! Durch verschiedene Designs könnten sich die Pokens noch zu eine richtigen, kleinen Style-Accessoire mausern. Über indivduelle Varianten in metallic und ggf. mit Gravur wurde bisher ausgibig diskutiert.

Weiteres vom #meetnpoke Event

Neben den Poken gab eine Twitter-Wall, es wurde aufgelegt und eine Buchverlosung für gewitterte Rezensionen wurde veranstaltet und natürlich eine Menge interessanter Gespräche, die sich Dank der Pokens nun leichter fortsetzen lassen! Dank an die Ausrichtenden für ein wirklich innovatives Party-Format mit Zukunft!

Frank Wolf

2009/05/25 21:54

Neuigkeiten

Umsetzung des LdL-Konzepts mit Web2.0-Notizblock Mediabird

Jean-Pol Martin

Jean-Pol Martin in einer Schulklasse. Bild von Ulrich Agricola.

Auf dem EduCamp in Ilmenau vor ein paar Wochen habe ich das Konzept Lernen durch Lehren kennengelernt, dass maßgeblich von dem Didaktiker Jean-Pol Martin entwickelt wurde. Seit dem habe ich allerhand Quellen zum Thema verfolgt. Besonders ein Video, dass die Methode life im Mathematik-Unterricht in Aktion zeigt hat mich fasziniert. Lernen durch Lehren (LdL) und Mediabird passen zusammen. Um diese These zu erläutern möchte ich zunächst einen kurzen Überblick über Martins Theorie geben, die der Methode LdL zugrunde liegt und danach die Anknüpfungspunkte besprechen.

Jean-Pol Martins Modell

Jean-Pol Martin geht davon aus, dass die Bedürfnisse des Menschen wie Maslow sie 1954 formuliert hat im Kern Kontrollbedürfnisse sind. Es gibt defizitäre Bedürfnisse wie etwa die physiologischen Bedürfnisse und die soziale Einordnung und Anerkennung, die jeder unmittelbar befriedigen muss. Weiter beschreibt er das menschliche Bedürfnis über sich selbst hinauswachsen zu wollen (Selbstverwirklichung und Transzendenz) als expansive Bedürfnisse, mit denen er sein Kontrollfeld erweitern möchte. Der Mensch betätigt sich als Problemlöser, in dem er beständig versucht seine Bedürfnisse, also seine Kontrolle über bestimmte Ressourcen zu erhalten oder zu erweitern. Ist er erfolgreich wird er mit Glücksgefühlen ("Floweffekt") belohnt. Nach Martin ist der Mensch im Kern ein Weltverbesserer, will also durch sein Tun der Menschheit dienen. [Quelle: 1]

Das Konzept

Im LdL Konzept bekommen jeweils drei Schüler ein Thema, dass sie vorbereiten müssen, um es ihren Mitschülern vermitteln zu können. Das sollte nicht mit der Vorbereitung eines Referates oder von Frontalunterricht verwechselt werden. Die Schüler sollen den Stoff didaktisieren, Diskussionen anregen und Partnerarbeiten einflechten. Der lernende Lehrende tritt so als aktiver Problemlöser auf im Gegensatz zur reinen Konsumentenrolle, in der sich Schüler in einer Frontalunterrichtssituation und auch in den meisten Unterrichtsdiskussionen befinden (da ja meistens doch nur wenige sprechen). Er kann sein Wissen durch praktische Tätigkeit (Lehren) vertiefen. Er kann vor allem aber durch Interaktion mit seinen (Mit-)Schülern meist produktivere Diskurse anregen, als der echte Lehrer dies vermag: da der lehrende Schüler, selbst auch Schüler ist, sinken die Fragehemmung der Mitschüler - eine andere Fehlerkultur wird möglich. Der echte Lehrer vermittelt Inhalte häufig linear. Gegebenfalls erklärt er ihm schwieriger erscheinenden Stoff ausführlicher. Dabei kann er auf Verständnisproblem Einzelner weniger gut eingehen: die bereits angesprochenen Distanz und die damit verbundenen Furcht der Schüler sich etwa durch dumme Fragen zu disqualifizieren hemmt das Lernen. [Quellen: 2]

Der kollaborative Mediabird-Notizblock unterstützt das LdL-Konzept

Besonders in der Vor- und Nachbereitung der Lerninhalte durch Schüler oder auch Studenten in analogen Situationen eignet sich Mediabird sehr gut. Mediabird unterstützt Kleingruppen dabei Inhalte aufzubereiten. Inhalte, die sich als schwierig oder unausreichend erklärt identifiziert werden können durch andere aus dem Team markiert und mit Fragen verknüpft werden. Da Mediabirds Mappen nur einem eigens ausgewähltem Publikum vorgestellt werden, sinken ähnlich wie im LdL-Modell die Hemmungen von Schülerinnen und Schülern oder Studierenden, die Lernpartner eingehender zu befragen. Mediabirds Möglichkeit, Inhalte nach Wichtigkeit und Beziehung zu anderen Inhalten zu strukturieren, hilft, problematische Inhalte selektiv nach einer Schulstunde zu erweitern und die neuen Ergebnisse dann in der nächsten Stunde vorzustellen und auf bereits bestehende oder neu hinzugekommene Verständisprobleme gesondert einzugehen.

Auch außerhalb der Begleitung einer LdL-Schulstunde bietet Mediabird die angesprochenen Vorteile. In einer Gruppenarbeitssituation mag der schüchternere Lerner oder der verbal-kommunikativ weniger versierte Lerner weniger aktiv an Diskussionen teilnehmen. Ein solcher Lerner kann vom Mediabird-Konzept zusätzlich profitieren, da er durch die Distanz zu seiner Lerngruppe und durch das asynchrone Lernprinzip mehr Zeit hat seine, Gedanken zu formulieren und sich auch eher traut, sich direkter zu äußern als im Präsenzgespräch - ohne unterbrochen zu werden.

Die Neuronenmetapher

Die Anwendung des LdL-Konzepts erhöht den Austausch der Schüler untereinander. Zur Beschreibung hat Martin hier den Begriff der Neuronenmetapher eingeführt. Schülerinnen und Schüler, die sich gegenseitig unterrichten, Verhalten sich wie Neuronen. Dies ist nicht ganz sprichwörtlich zu verstehen. Einige Verhaltensweise von Schülern als Neuronen sind:

  • sie äußern mehr von dem, was ihnen in den Kopf kommt als Frage oder Anmerkung
  • sie haben weniger Angst, Fehler zu machen
  • sie korrigieren sich gegenseitig mit weniger Frust, als wenn dies der Lehrer täte

Die Konstruktion von Wissen in den Köpfen aller Schüler wird also durch das demokratische Lernprinzip effektiver.

Fazit

Mediabird stellt durch seine Aufbau eine mit dem Ldl-Ansatz kompatible Lernumgebung bereit. Mehrere Personen können am Aufbau einer Notizmappe arbeiten, was zu einer effektiven Wissenserschließung führen kann. Mediabird ermöglicht im Gegensatz zum LdL als Konzept für die Präsenzlehre gemeinsames Lernen und Nachbereiten von Inhalten auf Distanz, ohne dabei den Präsenzanteil der Lehre in Frage zu stellen. Die wirkenden Mechanismen sind sehr ähnlich. Während beim LdL die Lehrkraft eine demokratische Umgebung des gegenseitigen Lehren und Lernens schafft, bietet Mediabird durch sein Arbeitsprinzip eine analoge Umgebung für die asynchrone Arbeit im Netz. Ferner gewinnen schwächere Schüler und Studenten durch den Abstand zu den Lernpartnern Zeit für die Formulierung ihrer Gedanken bzw. Entgegnungen in einer Diskussion.

Der nächste Schritt ist es nun, LdL mit Mediabird auszutesten. Ich bin auf Erfahrungsberichte gespannt!

Es gibt 2 Kommentare

Frank Wolf

2009/05/18 00:17

Neuigkeiten

Infostand: Mediabird ist die neue Notizfunktion in EduCommSy

Der Mediabird EduCommSy-Infostand

Am Freitag haben wir im pädagogischen Institut der Uni Hamburg allen interessierten Studierenden, Dozenten und Tutoren die neue kooperative Notizfunktion (Mediabird) in EduCommSy präsentiert. Vielen Dank für euer Interesse, eure Anregungen und Kommentare!

Neben den 150 verteilten Flyern konnten wir den vielen Interessierten zeigen, wo sie Mediabird finden und wie sie es nutzen können. Infos zum Ausprobieren findet ihr hier.

Besonders häufige Fragen und zugehörige Antworten habe ich kurz zusammengestellt.

Kostet Mediabird was?

Nein, Mediabird ist Teil von EduCommSy, AGORA und WiSo-CommSy und damit für jeden Studierenden der Uni Hamburg umsonst zu nutzen.

Wo kann ich Mediabird finden?

Im persönlichen Raum unter der Rubrik "Notizen". Nicht zu sehen? Dann musst du 30 Sekunden investieren: im persönlichen Raum gehst du rechts im Menü auf Einstellungen dann auf Einstellungen der Rubriken. Du gerätst zu einern neuen Ansicht. Unter Auswahl der Rubriken suchst du dir an einer freien Stelle "Notizen" aus und schwups hast du im persönlichen Raum auch den Reiter "Notizen".

Was kann ich mit Mediabird machen?

Mediabird ist dein persönlicher, digitaler Notizblock. Hier kannst du alles festhalten, was du im Seminar, in der Vorlesung, mit deiner Lerngruppe oder bei deiner eigenen Nach- und Vorbereitung erarbeitet hast. Der Clue ist jetzt, dass du Fragen, die du zu deinen Notizen hast, direkt auf dem Notizblock vermerken kannst. Dafür gibt es einen extra Rand, wie bei einem College-Block.

Deine Fragen kannst du nun erstmal speichern und später wiederholen oder aber gemeinsam klären, indem du sie freigibst.

Mediabird eignet sich daher auch besonders im Kontext der Gruppenarbeit. Du kannst mit Kommilitonen gemeinsam an Notizen arbeiten und offene Fragestellungen am Text diskutieren. Beantwortete Fragen wandern automatisch in einen Karteikasten und können zur Klausurvorbereitung benutzt werden. Weil man das gemeinsam macht, muss nicht jeder alles machen. Riesen Vorteil gegenüber klassischen Karteikarten ist, dass du nur einen Klick brauchst um zum Kontext der Fragestellung zu gelangen: nämlich der Textmarkierung auf den sich die Frage bezogen hat.

Auch um gemeinsame Recherche-Ergebnisse untereinander freizugeben oder für die gemeinsame Erstellung von Protokollen wie etwa in Bio eignet sich Mediabird gut.

Kann jeder auf meine Notizen zugreifen?

Nein, Notizen sind immer erst einmal persönlich. Du kannst aber Lerngruppen gründen oder anderen beitreten und in diesen einen Teil oder alle deine Notizen freigeben. Es bleibt dir aber immer überlassen, was genau freigegeben wird. Du kannst also auch immer einen Teil für dich behalten.

Kann ich mir meine Unterlagen auch ausdrucken?

Jetzt gerade noch nicht. Diese Funktion wird aber bald nachgeliefert.

Fabian Gebert

2009/05/12 22:26

Neuigkeiten

Info-Stand am Freitag

Wer Mediabird live erleben möchte, ist herzlich eingeladen, zu unserem Info-Stand am Freitag von 10:30-14:30 im Foyer des PI zu kommen. Wer nicht weiß wo das ist, kann auf dieser Karte nachschauen.

Wir werden dann das Tool mit seinem Einsatz in CommSy demonstrieren und freuen uns auf anregende Diskussionen und Meinungsaustausche von Lernen bis Web2.0!

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch.

Update: Infos für unsere zahlreichen Besucherinnen und Besucher haben wir hier zusammengestellt: CommSy Infostand.

Fabian Gebert

2009/04/27 13:41

Neuigkeiten

Neue Version der Moodle-Aktivität

Die Mediabird Moodle-Aktivität ist nun offiziell releast und bietet einige neue Funktionen. Wir haben das Overlay optisch verbessert und einige Details in der Bedienung optimiert.

Zurück 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 Weiter