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In derStandard.at/Bildung ist am 10. Oktober ein Artikel mit dem Titel: "Trend beim E-Learning: Wissen in kleinen Häppchen" erschienen. Er präsentiert die Ergebnisse des letztjährigen Lerntec Forums, in dessen Zentrum das Stichwort Individualisierung stand, in Form von Trends. Diese sind:
- Lernen in Häppchen und
- Lernautonomie
Das Lernen in Häppchen - etwas umständlich als Mikro-Lernen vorgestellt, beschreibt dabei das Lernen kleiner Lerneinheiten in Form von Texten, Audiotracks oder Videoclips einer Länge von 2 bis 5 Minuten.
Unter Lernautonomie wird verstanden, dass jeder Nutzer eben gerade das lernen kann, was er möchte und die jeweiligen Informationen abrufen kann - vermutlich in Form solcher "Häppchen". Eines der auf dem Forum vorgestellten Systeme bedient sich des Blended-Learning-Konzepts und bietet Polizeibeamten zur Weiterbildung in Strafprozessordnung umfangreiche Lerninhalte an, die sich individuell wählen und Lernen lassen.
Was wir besser machen wollen
Ich will die Gelegenheit nutzen und einige Erklärungen des Mediabird Lernprinzip nachzureichen, die ich in meinem letzten Artikel angekündigt hatte.
Das Prinzip des Augenblicks
Das Lernen in Häppchen, dass Lernen in kleinen Einheiten also am besten gelingt, ist in der Psychologie nichts neues.
Es ist eine altbekannte Tatsache, dass sich unsere Wahrnehmung in Augenblicken vollzieht. So spielt sich unsere Gegenwart und unsere Empfindung dieser in nichts weiter als einer Kette solcher Augenblicke ab. Konsequenterweise ist also auch Lernen nichts weiter als ein sukzessives Verstehen kleiner Wissenseinheiten: je einer Einheit pro Wahrnehmungsaugenblick.
So ist es eigentlich klar, dass wir kleine Einheiten am besten Lernen, so zum Beispiel mit Mediabirds Inhaltskarten (für das Lernen) oder mit Mediabirds Fragekarten (für das Wiederholen).
Tun wir das nicht, sondern versuchen aus einem Volltext zu lernen, so muss unser Gehirn anstrengend den Inhalt in kleine Teile zerlegen, die wir dann - belastet durch den gesamten anderen Inhalt - zu lernen versuchen, was den größten Teil der bekannten Frustration beim Lernen ausmacht. Wenn wir etwa beim Lernen nicht vorankommen oder langsam sind, dann liegt das zumeist daran, dass uns andere Inhalte unbewusst ablenken und somit ein oder mehrere Elemente nicht verstanden werden - ohne, dass wir immer benennen könnten, welche dies waren. Dies ist wieder ein Symptom der zu großen Inhaltsmenge. Es ist also völlig richtig, häppchenweise zu lernen - allein um transparent zu machen, was verstanden wurde und was nicht und den Lernfluß damit nachvollziehbar zu gestalten.
Mediabird und das Prinzip des Augenblicks
In dem derStandard-Artikel wird erwähnt, die Lernhäppchen dauerten bis zu 5 Minuten - zu viel für eine kleinste Lerneinheit. Es sicher sinnvoll zwei und mehr Minuten dem Lernen zu widmen. Nicht geeignet ist es jedoch, wenn sich die erwähnten 5 Minuten auf eine einzelne Lernuntereinheit beziehen. Das ist zum Merken für das Gehirn entschieden zuviel.
Entscheidend ist außerdem die Verknüpfung der Inhalte mit einer Struktur (Mediabirds Map-View-Konzept), dem inhaltlichen Kontext (Mediabird Marker-Konzept) und der Fragestellung (Mediabirds Fragekarten-Konzept).
Mediabird verbindet diese Lange bekannten Zusammenhänge in einem Lernsystem.
Mediabird und autonomes Lernen
Mediabird bietet hierfür ebenfalls eine ideale Grundlage: Themen können per Suchmaschine gesucht werden. Es ist möglich, Themen in Inhaltskarten zu strukturieren, nach ihrer Wichtigkeit und Bedeutung in erklärende und weiterführende Karten sortiert. Dies ist eine gute Möglichkeit, das gewünschte Vertiefungsniveau in einem Thema zu bestimmen. Ergänzt wird das autonome Lernen in Mediabird durch:
- Angabe von Voraussetzungen für ein Thema, die helfen die passende Lerneinheit zu studieren
- Das Markerkonzept: z. B. Anmerkungs- oder Definitionsmarker können zusätzliche Inhalte bereitstellen, die je nach Bedarf abgerufen werden können, sonst aber nicht den Lesefluss behindern.
Mediabird und kollaboratives Lernen
Darüberhinaus bietet Mediabird Funktionen zum kollaborativem Lernen und geht damit über die Möglichkeiten der meisten bisherigen Lernsysteme hinaus und orientiert sich zudem an Trends aus den USA. Die Gruppenunterstützung eignet sich dazu, in großen oder kleinen Gruppen Themen zu erarbeiten und lernbar zu machen.
Fazit und Folgerung
Der derStandart-Artikel weist in die richtige Richtung, illustriert aber leider wie schon so viele andere Artikel und Bücher zum Lernen, dass der Dialog zwischen Pädagogik und Psychologie noch immer in zu geringem Maß geführt wird, anderfalls hätten noch weitere Aspekte beleuchtet werden müssen.
Was jedenfalls klar ist, dass Mediabird mit seinem Konzept voll im Trend liegt und als Open-Source-Anwendung den Vorteil hat, frei verfügbar zu sein. Durch seine Erweiterbarkeit kann das System künftig zusätzliche Funktionen für kollaboratives Lernen anbieten. Die kollaborativen Elemente und Freigabefunktionen bieten das Potential, das System nach und nach zu einen Fundus didaktisch aufbereiteter Inhalte werden zu lassen.
Wer sich von Mediabirds einzigartigem und innovativem Konzept selbst überzeugen möchte, kann dies hier auf unserer Homepage tun.
Viel Erfolg beim Lernen
2009/01/21 16:40
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