Der Web2.0-Schreibtisch landet an der Uni Hamburg

Das kollaborative Notiz-Tool Mediabird findet seinen Weg in das Community-System der Universität Hamburg.

CommSy Mediabird Overlay"Bei Mediabird geht's darum, gemeinsam zu lernen", erklärt Frank Wolf. Das von ihm und Fabian Gebert ins Leben gerufene Projekt hat für die Hamburger Studierenden eine Web2.0-Lösung für kollaboratives Lernen und persönliches Wissensmanagement entwickelt. Ihre Zielsetzung: "Wir wollen, dass sich gemeinsames Lernen ortsunabhängig gut anfühlt."

Bei Mediabird machen sich Studierende auf einem virtuellen Notizblock zu frei wählbaren Themen Notizen und geben diese ihren Kommilitonen frei. Mit einem Textmarker können die User dann mit der Maus Notizen hervorheben und mit eigenen Fragen verknüpfen, die mit Kommilitonen direkt in ihrem Kontext diskutiert werden können. So entsteht eine gemeinsam erarbeitete Notizmappe zu einem Thema. "Der Witz ist, dass die Fragen der Studierenden dauerhaft mit dem Kontext verknüpft werden, in dem sie auftreten", erläutert Fabian Gebert. Der Wiederholungsmodus hilft, sich Antworten auf die Fragen und wichtige Teile der gemeinsam erstellten Notizen einprägen zu können. Dies kann für Prüfungen und Präsentationen nützlich sein - oder dem Auffrischen des Gedächtnisses dienen.

"Unsere Vision ist es, ein Werkzeug bereitzustellen, das mit klassischen Lernmethoden die technische Plattform des Internet nutzt", erläutern die beiden Gründer. Ab diesem Semester können Lernende und Lehrende der Universität Hamburg die Software als Erweiterung ihrer bisherigen Lernumgebung im Community-System (CommSy) benutzen. Die Software steht auch als Moodle-Plugin für öffentliche Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung.

Im nächsten Schritt soll die Software mit einem Business-Partner weiterentwickelt und auf den Weiterbildungsmarkt angepasst werden. Die Software ist komplett modular aufgebaut, was eine Integration in existente Umgebungen vereinfacht.

Fabian Gebert

2009/04/08 10:55

Press

Kommentar hinzufügen