
Ein paar schöne Abende in Berlin zu verbringen ist immer eine Reise wert, doch Ziel unseres Aufenthaltes vom Montag bis Donnerstag vergangener Woche war der Besuch der Konferenz E-Learning 2009.
Was ist dabei unser Ziel gewesen? Wir sind Studierende und möchten mit unserer Initiative Lernenden nachhaltig ihre Hauptbeschäftigung erleichtern: das Erststudium von Inhalten und das Auffrischen des Erlernten, wenn es benötigt wird. In vielen Kontexten bedeutet dies Prüfungsvorbereitung. Dabei ist der Dialog mit den Lehrenden enorm wichtig. Wir sind also vor allem zum Gedankenaustausch nach Berlin gefahren.
Dass die meisten Lernenden sich nicht mit der Stellung der Vorsilbe im Begriff E-Learning auseinandersetzen oder ob ein Podcast im MP3-Format gespeichert werden sollte oder nicht, ist ein etwas polemisch formuliertes Argument dafür, mehr auf die aus der Studierendenschaft ausgehenden Impulse zu reagieren. Die meisten unserer Gesprächspartner waren daher unserem Engagement gegenüber sehr positiv eingestellt und wir haben vielversprechende Kontakte zu verschiedenen Hochschulen herstellen können, um Erfahrungen und Gedanken auszutauschen. Vielleicht entsteht dabei auch die eine oder andere Kooperation.
Wie sich auf der Tagung letzter Woche gezeigt hat, wird die didaktische Konzeption und die Hochschulanbindung im Bereich E-Learning vor allem von denjenigen vorangebracht, welche sich auch beruflich mit der Didaktik beschäftigen. Das ist auch gut so, denn aufgrund ihrer Erfahrung in Lehre und Forschung besitzen sie eine für den künftigen Umgang mit neuen Medien im Lehralltag unverzichtbare Kompetenz. Im Adaptionsprozess sollte die andere Seite dennoch mehr eingebunden werden und sich auch selbst mehr einbringen.
Deshalb wäre mein Vorschlag, auf der nächsten GMW und der kommenden DeLFI stärker zu diskutieren, wie die Vorstellungen der Studierenden stärker mit den medialen Konzepten der Lehrenden harmonisiert werden können.
Mir ist beispielsweise aufgefallen, dass ich in Gesprächen mit Studierenden unsere Software meist erkläre, ohne einmal auf den Begriff Wiki oder Blog zu verweisen. Auf der E-Learning 2009 ist mir dies schwergefallen. Ich glaube, dass gerade Ansätze wichtiger werden, welche technische Aspekte in didaktische Konzepte einbinden, ohne dabei die entstehende Software-Lösung in monolithische Einheiten wir Foren-Postings oder Arbeitsmaterialien zu gliedern. Dies entspricht doch auch nicht der intuitiven Arbeitsweise mit Notizblock, Gesprächspartner und Papier, oder?
2009/09/22 19:40
Neuigkeiten

